Baummarder oder Edelmarder (Martes martes)

Schädlings-ABC

   

Kastanien- bis dunkelbraun gefärbtes Fell, mit einem gelblichbraunen Kehlfleck, der nach unten abgerundet ist. Dreieckige, gelbgeränderte Ohren und dunkle Nase. Langes, seidiges Winterfell und im Sommer kürzer und rauer behaart. Verfügt über einen langgestreckten Körper mit relativ kurzen Beinen und stark behaarten Sohlen. Der lange, buschige Schwanz dient als Gleichgewichtsorgan beim Klettern. Der Baummarder kann bis zu 4 Meter weit springen. Länge zwischen 60 und 86 Zentimeter bei einem Gewicht von bis zu 1,8 Kilogramm.

 

Fortpflanzung: Baummarder paaren sich im Hochsommer und die Jungen kommen im nächsten Frühjahr zur Welt. Ein Wurf besteht aus bis zu 3 Jungen, die mit 12 bis 16 Wochen selbstständig werden und Geschlechtsreife mit etwa 14 Monaten erreichen. Baummarder

 

Alter: Bis zu 16 Jahre.

 

Verhalten/Erkennbarkeit: Folgt den Menschen in die Besiedlung. Baummarder sind Baumbewohner, die sehr gut klettern und bis zu vier Meter weit springen können. Beim Klettern sind sie in der Lage, ihre Füße um 180 Grad zu drehen. Sie legen Nester vorrangig in Baumhöhlen an, und leben tagsüber zurückgezogen in ihren Ruheplätzen. Baummarder sind nachtaktive territoriale Tiere, die mit Sekret (Urin und Kot) ihr Revier markieren.

 

Marderbefall identifizieren: Marder sind dämmerungs- bzw. nachtaktiv und verstecken sich üblicherweise vor dem Menschen. Nachstehend erhalten Sie einige Tipps, wie Sie einen Befall mit einem Marder identifizieren können:

 

  • Kratzspuren – an Balken, Regenrohren, Bäumen
  • Kratz- oder Scharrgeräusche – in Zwischendecken oder auf Dachböden
  • Unangenehme Gerüche sowie Verschmutzungen – Marder markieren ihr Revier permanent mit Sekreten ihrer Analdrüsen sowie mit Urin und Kot
  • Marderkot – Marderkot ist wie bei einer Katze fingerdick mit einer am Ende gedrehten Spitze und beinhaltet oftmals Futterreste z.B. Kirschkerne
  • Beschädigungen – Die Zähne der Marder wachsen permanent. Sie nagen daher kontinuierlich an Holz oder Dämmmaterialien, damit diese nicht zu lang werden. Marder beißen auch Elektrokabel durch und sind so für eine Reihe von Hausbränden verantwortlich 
  • Marderbisse an Zündkabel, Brems-, Benzin- und Hydraulikleitungen – Marder haben sich an geparkte Autos als ständig verfügbare, trockene und sichere Aufenthaltsplätze gewöhnt
  • Beutereste – z.B. Mineralwolle, Eierschalen, Vogelfedern sowie Kadaver von Vögeln, Mäusen und anderen Kleinsäugetieren

  • Vergrämung: Marder gehören zu den geschützten Tierarten und dürfen nicht getötet werden. Wir wenden ausschließlich tierschutzgerechte Verfahren an. Neben der klassischen Mardervergrämung mittels Repellentpuder, werden auch elektronische Verfahren zur Vergrämung eingesetzt.