Ameisen

Schädlingsbekämpfung

 

Sie sind klein und unscheinbar, errichten aber riesige Staaten und richten erheblichen Schaden an, wenn sie sich ungehindert ausbreiten können. In den Wintermonaten reduziert sich die Anzahl der Ameisen in den „Nestern“. Im Laufe der Jahre nimmt die Größe eines Staates aber immer mehr zu. Jährlich verlassen hunderte weibliche und männliche Geschlechtstiere das Nest (Hochzeitsflug). Die Königin lebt in der Regel über viele Jahre; bei Ameisenarten mit mehreren Königinnen (Pharaoameisen) ist die Lebensdauer kürzer.

 

Vergrämung des Ameisenvolkes
Wird ein durch Ameisen belaufener Raum, nach Bekämpfungsmaßnahmen mit Sprüh-, Streich-, Nebel- oder Stäubemitteln, nicht mehr belaufen, wurde nur eine Vergrämung erreicht. Einige Wochen später kommt es wieder zum Belaufen, weil nur die Tilgung des Ameisenvolkes selbst den Befall wirkungsvoll bekämpft.

 

Professionelle Bekämpfung des Ameisenvolkes
Wichtig ist ein fachgerechter Einsatz wirksamer Ameisenköder. Beim Köderverfahren wird der Köder von den Arbeiterinnen aufgenommen und später im Nest verfüttert. Ameisen werden zuerst angeködert (Pharaoameisen mit tierischem Eiweiß, Hausameisen mit Zuckerlösung) und später wird der angenommene Köder durch Fraßgiftköder ausgetauscht.


Für die Bekämpfung wichtige Fakten:

  • Ameisen sind staatenbildend, es können mehrere Nester/Staaten bestehen
  • Ameisenvölker nisten versteckt, ein direkter Zugriff an die Nistbereiche ist so unmöglich
  • Nistbereiche durchziehen Böden bzw. Dämmmaterial u.ä. tunnelartig
  • Nur die Arbeitstiere belaufen die Umgebung
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    Hieraus ergibt sich:

  • Die Bekämpfung einzelner Tiere oder größere Gruppen von Tieren führt nicht zur Tilgung
  • Kontakt-Insektiziden sind oft ohne Wirkung, weil Ameisen behandelte Flächen meiden
  • Tunnelgänge in Böden und Dämmmaterial machen das Ausheben von Nester unmöglich
  • Die beste Methode ist die Bekämpfung mit Fraßgiftködern, weil durch das Fraßgift alle Nestbewohner erreicht werden