Pharaoameise (monomorium pharaonis)

Schädlings-ABC

 

pharaoameisenAussehen: Die Königin ist mit 4 bis 5 mm die Größte, das Männchen ist 3 mm und die Arbeiterinnen sind  2 bis 2,5 mm groß. Weibliche Tiere sind bernsteingelb eingefärbt, die Hinterleibsspitze dunkler; die Männchen sind schwarz. Geflügelte weibliche Geschlechtstiere schlüpfen das ganze Jahr, es gibt aber keinen Hochzeitsflug, da die Männchen nur periodisch in geringer Anzahl schlüpfen.

 

Alter/Lebensdauer: Lebensdauer von Königinnen etwa 9 Monate, von Arbeiterinnen ca. 2 Monate.

 

Fortpflanzung/Lebensweise: Die Königin legt im Laufe ihres Lebens etwa 3.500 Eier. Die Entwicklung der Pharaoameise verläuft vom Ei über die Larve und Puppe bis zur erwachsenen Ameise (die Puppe ist weißlich). Die gesamte Entwicklung braucht bei optimalen Wärmebedingungen 38 bis 45 Tage.

 

Verhalten/Erkennbarkeit: Die Pharaoameise hat eine Vorliebe für viel Wärme (bevorzugte Temperaturen liegen bei 27 bis 32 Grad). Die Verbreitung/Befallszunahme wird daher durch feuchtwarme Lebensräume wie z.B. Fern- und Zentralheizungen sowie die moderne Bauweise mit Wärmedämmung unterstützt.
Ameisen sind soziale Insekten und leben in einem Staat/Kolonie zusammen. In einer Kolonie leben mehrere Königinnen. Nur etwa 10 % der Nestbevölkerung gehen auf Nahrungssuche und laufen meterweit durch Kanäle und Versorgungsleitungen wodurch sie in andere Räume gelangen. Der zurückgelegte Weg wird mit Duftstoff markiert, andere Arbeiterinnen orientieren sich so um Fundorte von Nahrung wiederzufinden (Ameisenstraßen).
Wird die Nestanlage zu klein, verlassen etliche Arbeiterinnen mit mehreren Königinnen das Nest und nehmen dabei einen Teil der Eier und Puppen mit. Die Königinnen schwärmen aus und legen eigene Staaten an. Sie sind Allesfresser und lieben süßes wie Marmelade, Honig oder Zucker, bevorzugen aber tierisches Eiweiß unter anderem von lebenden Insekten oder Aas.

 

Schadwirkung: Die Pharaoameise gilt, weil sie ihren Eiweißbedarf auch mit Fäkalien, Aas und Wundsekreten deckt, als gefährlicher Krankheitsüberträger. Sie kriecht unter Wund- und Gipsverbände um an Wunden und entzündlich veränderten Hautpartien zu gelangen und ist am infektiösen Hospitalismus mitschuldig.

 

Bekämpfung: Überlebt, bei dem Versuch der Befallsbekämpfung, auch nur eins der möglichen Zweignester mit einer Königin wird das betroffene Gebäude erneut befallen.