Schaben – allgemein

Schädlingsbekämpfung

 

Schaben sind mittelgroße bis große Insekten mit einer millionen Jahre alten Entwicklungsgeschichte. Nur sehr wenige Arten leben in unmittelbarer Nähe zum Menschen und haben sich mit Hilfe des weltweiten Handels ausgebreitet.


Die wichtigsten sind die Deutsche Schabe, die Orientalische Schabe, die Braunbandschabe, die Amerikanische Schabe und die Australische Schabe.


In den letzten Jahren hat sich durch die milden Winter und feuchten Sommer besonders die Orientalische Schabe (auch Küchenschabe oder Kakerlake genannt) stark vermehrt. Die Orientalische Schabe ist eine hygienisch bedeutsame Schabenart und existiert und vermehrt sich noch bei Temperaturen unter 20 °C. Temperatur- und Feuchtigkeitsverhältnisse in Kanalanlagen bieten ihr dabei so optimale Entwicklungs- und Verbreitungsmöglichkeiten, dass gerade in den letzten Jahren oft ein Befall in mehreren Ortsteilen von Gemeinden eintratt.


Schaben sind Gesundheitsschädlinge und gelten als Krankheitsüberträger. Durch ihre Lebensweise verbreiten sie Krankheitskeime. Krankheitskeime haften bis zu 3 Tagen am Schabenkörper und durch Schaben aufgenommene Keime können über den Verdauungstrakt noch länger ausgeschieden werden. Zu den Bakterien die an Schaben haften gehören unter anderem Escherichia coli  • Pseudomonas aeruginosa • Staphylococcen  aureus • Streptococcus faecalis • Pneumococcus mucosus • Proteus vulgaris und mirabilis • Klebsiella pneumoniae und Salmonella (spec./typhi/paratyphi).

Ein massiver Schabenbefall kann nur durch ein gezieltes Monitoring mit gezielter insektizider Behandlung aller Schlupfwinkel sowie dem Ausbringen von Ködern und/oder Silicatenbekämpft werden (eine biologische Variante ist die Bekämpfung mit Schlupfwespen). Es ist zu beachten, das Schabenpopulationen resistent gegen insekti- zide Stoffe werden können.


Vorbeugung: Kein Schlupfwinkel entstehen lassen, fragwürdige Stellen abdichten und ausreichende Hygienemaßnahmen einhalten.