Braunbandschabe (supella longpalpa)

Schädlings-ABC

 

Braunbandschabe

Aussehen: Etwa 10 bis 15 mm groß und hellkastanienbraun eingefärbt. Zwei helleren Querstreifen an den Seiten. Die Männchen sind langflüglig, die Weibchen kurzflüglig und können beide nicht fliegen.

 

Alter/Lebensdauer: Ausgewachsen bis zu 200 Tage.

 

Fortpflanzung/Lebensweise: Das Eipaket, mit etwa 14 Eiern, wird vom Weibchen sofort nach der Fertigstellung abgelegt und in Ritzen festgekittet. Die Entwicklung bis zum Schlupf dauert 3 bis 6 Monate und ist stark temperaturabhängig, mit sinkender Temperatur verlängert sie sich. Im Laufe des Lebens produzieren die Weibchen etwa 13 Eipakete.

 

Verhalten/Erkennbarkeit: Die Braunbandschabe bevorzugt feuchtwarme Räume wie Bäckereien oder Kantinen und Großküchen in Krankenhäusern und Schwimmbädern. Sie besiedelt viele Bereiche in Gebäuden; bevorzugt findet man sie in Fugen und Ritzen. Sie kommt schon mit einem geringen Wasserangebot aus und kann so auch an sehr trockenen Orten überleben.

 

Schadwirkung: Ein Lästling, der durch das massenweise Auftreten in Gebäuden und durch seine Verunreinigung von Lebensmitteln plagt. Kontaminierte Lebensmittel sind für den menschlichen Verzehr nicht mehr geeignet.

 

Vorbeugung: Kein Schlupfwinkel entstehen lassen, fragwürdige Stellen abdichten und Hygienemaßnahmen einhalten.


Was Sie beachten sollten!
  • Schaben haben ein großes Vermehrungspotential
  • verstecken sich bei Licht
  • können sich von allem ernähren
  • die Brut ist im Eipaket geschützt
  • manchen Bekämpfungsmittel weichen sie aus
  • können resistent gegen jeden Wirkstoff werden
  • lassen sich leicht überallhin verschleppen
  • finden ideale Lebensbedingungen in modernen Gebäuden (Verkleidungen, Dämmplatten, Trockenbauwände)

  • Bekämpfung: Ein massiver Schabenbefall kann nur durch ein gezieltes Monitoring mit gezielter insektizider Behandlung aller Schlupfwinkel sowie dem Ausbringen von Ködern und/oder Silicaten bekämpft werden (es ist auch eine biologische Bekämpfung mit Schlupfwespen möglich). Es ist zu beachten, dass Schabenpopulationen resistent gegen insektizide Stoffe werden können.