Feldmaus (Microtus arvalis)

Schädlings-ABC

 

WaldFeldmaus_fAussehen:  Der Körper 90 bis 120 mm lang und der Schwanz 25 bis 38 mm. Ihr Fell ist oben gelblich grau oder braun und die Unterseite ist weißlich oder leicht rostgelb. Ihr Gewicht beträgt meist 18 bis 46 g und es ist auffällig, dass die Hinterfüße mit 14,5 bis 17 mm Länge länger als die Vorderfüße sind.

 

Alter/Lebensdauer: 1 Jahr bis 16 Monate.

 

Fortpflanzung/Lebensweise: Den ersten Wurf bringt ein Weibchen (geschlechtsreif schon mit 12 bis14 Tagen) bereits mit 33 Tagen zur Welt und wird oft unmittelbar nach der Geburt wieder begattet. Die Jungmäuse öffnen die Augen im Alter von 11 Tagen und die Säugezeit beträgt zwischen 17 und 19 Tagen. Sind die äußeren Bedingungen optimal, kann ein Weibchen alle 20 Tage werfen.

 

Verhalten/Erkennbarkeit: Die Feldmaus ist in offener Landschaft wie Äckern, kurzgrasige Wiesen und Weiden, aber auch in Dünen und Kiefernwäldern anzureffen. Die Tiere leben in komplexen Erdbauen, deren Eingänge über ein weitverzweigtes System von langen Laufgängen miteinander verbunden sind. Feldmäuse sind rund um die Uhr (4 Stunden Rhythmus) aktiv. Sie ernährt sich von Gras, Kräutern, Sämereien und Getreide. Der Feldmausbestand schwankt zyklisch sehr stark, da die Art auf ein hohes Nahrungsangebot und günstige Witterung mit einer schnellen Vermehrung reagiert. Gibt es dann schließlich zu viele, bricht die Population durch Hunger und Erschöpfung sehr schnell zusammen.

 

Schadwirkung: Nageschäden an Rinde von jungen Bäumen (Schäden in Obstgärten können beträchtlich sein), Schäden durch Untergraben der Grasnarbe von Weideland oder Bauland.

 

Vorbeugung: Vermeiden Sie die Anlage für die Feldmaus geeigneter Biotope, wie z.B. Grundstücke mit wildem Bewuchs. Bepflanzung mit Gras sollten kurz und gleichmäßig sein, Grabenränder sauber und auch die weitere Vegetation kurz. Im Obstgarten bietet es sich an, die Bodenbegrünung kurz zu halten, Fallobst und Schneideholz zügig zu entfernen und Baumreihen in schwarze Erde zu pflanzen.